Wie wird’s denn?

Wie wird’s denn?

Wenn ich auf einen neuen Baublog stoße, frage ich ich mich eigentlich immer als erstes: Was bauen die für ein Haus? Wie wird’s aussehen? Ist es vergleichbar mit unserem Projekt? Deshalb möchte ich hier auch mal ein paar Worte über unser Haus verlieren.

Wir bauen ein Fertighaus ohne Keller mit etwas mehr als 150 Quadratmetern. Es hat eineinhalb Geschosse, wobei das OG mit einem Kniestock von 1,93 m und einer maximalen Höhe von ca. 3,50 m (beides ab FFB) eigentlich als Vollgeschoss durchgeht. Das Dach ist mit seinen 22° Dachneigung relativ flach und steht an allen Seiten 50 cm ab. Die Pfetten und Sparren enden dabei bündig mit der Hauswand. Der Überhang wird über eine verstärkte Lattung realisiert.

Es soll ein KfW-Effizienzhaus 55 werden und mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Tecalor THZ 304 eco, Heizen, Lüften, Warmwasserbereitung in einem Gerät) ausgestattet sein. Ich war schon immer ein Freund von erneuerbaren Energien, am besten welche zu denen man jederzeit Zugang hat und die kostenlos in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen.

Mein Favorit war eigentlich immer die Erdwärme, also eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Sie ist durch die übers ganze Jahr relative konstante Erdtemperatur nur geringen Schwankungen ausgesetzt und kann somit am effizientesten arbeiten. Außerdem ist sie quasi unsichtbar zu integrieren und macht keinen Krach. Leider ist Erdwärme aber immer mit erhöhten initialen Kosten und gegebenenfalls mit Genehmigungen verbunden. Im Idealfall müsste man auf dem Grundstück eine Tiefbohrung durchführen. Dafür fallen Kosten von 10.000 € aufwärts an. Das ist natürlich ein ziemlicher Batzen der sich erst nach vielen Jahren über den geringeren Stromverbrauch amortisiert. Da es bei uns im Winter nicht über längere Zeit hinweg wirklich tiefe Temperaturen gibt und die Luft-Wasser-Wärmepumpen mittlerweile eine ordentliche Effizienz erreichen, haben wir uns am Ende dafür entschieden. Bei uns kommt noch hinzu, dass wir vor haben in absehbarer Zeit eine Photovoltaikanlage zur Eigennutzung aufs Dach zu packen. Die Lage und Ausrichtung ist nahezu optimal. Wir warten nur noch darauf, dass die Batterien besser und günstiger werden. Mit dem selbst erzeugten Strom sollten wir dann einen Großteil unseres Verbrauchs decken können.

Eine super Seite zur Information über alle möglichen Heizungen ist heizungsvergleich.de. Sie sieht zwar aus wie aus den frühen 90ern, aber vom Informationsgehalt ist sie wirklich spitze.

Ich bin gerade dabei unser Haus bis auf den Millimeter genau in 3D nachzubauen. Bald folgen also auch mal ein paar relativ detaillierte Ansichten der Planung. Stay tuned.

5 Kommentare in “Wie wird’s denn?

  1. sandra ott

    Hallo, danke schonmal für die Infos- da lese ich doch gerne mit. Wir waren am We im Fertighauscenter und das Haus hat uns auch am meisten angesprochen (auch wenn wir nicht so große Fans von offenen Galerien sind). Die Größe soll mit Eurem vergleichbar sein. Darf ich ganz indiskret fragen, bei welcher Planungssumme Ihr angekommen seid? Wir hätten da nämlich noch gerne einen Keller dazu – das wird aber vermutlich nicht mehr im Budget liegen….Beste Grüße Sandra

    1. Artur Post author

      Hallo Sandra, die offene Galerie haben wir schliesslich auch herausgenommen. Wir haben uns schon abends mit Kopfhörern vorm Fernseher gesehen, weil man wohl alles in den Schlafzimmern gehört hätte. Insbesondere weil die Türen wegen der Lüftungsanlage unten etwas Luft brauchen und somit nicht ganz dicht schließen. Jetzt haben wir oben ein paar Quadratmeter mehr, auch nicht schlecht.

      Momentan sind wir bei ziemlich genau 250.000 € die allein an B&W gehen. Dazu kommen Baunebenkosten und Eigenleistungen, die bei uns auch nicht wenig sind. Böden, Elektrik, Maler- und Spachtelarbeiten, Sanitärobjekte und Innentüren. Zusammen gehen wir von ca. 300.000 € aus. Die Garage und der Großteil der Außenanlagen sind erstmal aufgeschoben. Bei B&W gehen die Erdarbeiten auch immer auf Bauherrenrechnung.

  2. Heinrich

    Danek für den Blog und die Infos.
    Ein Erdwärme Horizontal-Absorber kann man in Eigenleistung für rund 1’000 Eur einbauen. Dafür ist dann die Wärmepumpe mit Solepumpengruppe ca. 2’000 EUR günstiger als Luft-Wasser WP. Durch den höheren Wirkungsgrad der Erdwärme (Sole-Wasser WP) spahr man jedes Betriebsjahr. Auch wen die Tecalor THZ 304 ein gutes Gerät ist verbraucht es recht viel Platz im Technikraum. Leider sind Alterantiven wie beschrieben die effizienter sind und nicht mehr kosten ohne Expertenwissen schwer zu finden.

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